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Frankfurt am Main - Der Euro wertet im Vergleich zum Dollar stetig ab, was Mario Draghi von der EZB Freunde bereiten dürfte, erhofft sich dieser dadurch Rückenwind für die Exportwirtschaft. Doch so mancher Ökonom beurteilt die währungspolitische Situation etwas kritischer. Derzeit steht der Euro bei 1,26 $, erreichte jedoch am gestrigen Tage bereits seinen Zweijahrestiefststand unterhalb dieser Marke, den er ohne die negativen US-Daten vermutlich nicht verlassen hätte. Und beurteilt man die vergangene Entwicklung, dürfte dieser Euro-Abwertungstrend sich noch einige Zeit verfestigen. Dieser Trend ist nicht allein aus der Retrospektive herzuleiten, sondern vielmehr aus den abzuleitenden Zukunftsprognosen der Absichtserklärungen bzw. Andeutungen der Zentralbanker. Während EZB-Präsident Mario Draghi bis 2016 zinspolitisch an der Null-Linie entlang fahren möchte, wird jenseits des großen Teichs eine gegenläufige Entwicklung angenommen. Die US-Notenbank, war zu vernehmen, zielt zwischen März und Juli 2015 auf eine erste Zinsanhebung ab. China und Japan schlagen vermutlich den Weg einer weiteren Niedrigzinspolitik gleich der EZB ein, im Gegensatz zu Großbritannien, wo wiederum eine Zinsanhebung erwartet wird.