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Berlin – Es ist nicht so, dass es in Deutschland keine Wohnungssuchenden oder Obdachlosen gäbe, davon hat man schon oft gehört. Dass für diese seitens der Öffentlichen Hand systematisch Hotels angemietet würden, davon hat man bislang noch nicht gehört. So verhält es sich allerdings in Bezug auf die unablässig anschwellenden Asylbewerbermassen. Einer F.A.Z.-Anfrage ist es zu verdanken, von den - laut einer Berliner Senatssprecherin „nicht öffentlich“ geführten – Planungen einer Anmietung mehrerer Tausend Hotelplätze für Flüchtlinge zumindest erfahren zu haben. 2015 sollen bereits in etwa 80.000 Asylbewerber in die Bundeshauptstadt gekommen sein und gegenwärtig ist immer noch von täglich bis zu 300 die Rede, was hochgerechnet für dieses Jahr die 100.000-Marke bedeuten könnte. Schon Ende letzten Jahres wurde das Hotel „President“ in Schöneberg angemietet, doch derzeit wird in Berlin sogar hinsichtlich 22 Grand City Hotels (GCH) verhandelt, und zwar bezüglich eines mehrjährigen Mietvertrags, wofür ein Kostenvolumen von mehr als 600 Mio. € zu Buche schlagen kann.