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Visionär geht in Berufung

Gericht in Belgien verurteilt Cengiz Ehliz zu hoher Haftstrafe - Urteil zu FlexCom und nicht zu wee

Samstag, 22 Februar 2020 22:15 geschrieben von 
Cengiz Ehliz wurde zu FlexKom, nicht zu wee, vor dem Gericht in Antwerpen nun verurteilt Cengiz Ehliz wurde zu FlexKom, nicht zu wee, vor dem Gericht in Antwerpen nun verurteilt Quelle: DERFFLINGER

Antwerpen - Cengiz Ehliz sieht sich selbst mit seinen Lizenzprodukten wee, FlexCom, weeConomy, FlexKom als Visionär. Die CSU der bayerischen Landeshauptstadt München sah im Vorjahr in ihm den „Unternehmer des Jahres“. Über Cengiz Ehliz und den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) kursieren Fotos im Internet.

Doch die belgische Justiz sieht in ihm einen Betrüger. In einem Strafverfahren wurde Cengiz Ehliz am 11. Februar 2020 vor dem Gericht in Antwerpen zu 40 Monaten Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht endgültig rechtskräftig. Ein Berufungsverfahren steht im Raum.

Mit der Marke FlexKom bzw. FlexCom hatte Ehliz auch in Belgien vor ein paar Jahren ein großes Rad gedreht. Geschäftspartner von Cengiz Ehliz fühlten sich getäuscht, gingen juristisch gegen den Visionär vor, der auch schon im Zusammenhang mit den fragwürdigen Marken FlexStrom, Innoflex und Germanway eine hoch zweifelhafte Vertriebsspur hinterlassen hatte.

Auch Ehliz‘ früherer Partner Asker Sakinmaz wurde zu einer Haftstrafe in Belgien verurteilt. Beide Unternehmer liegen bereits seit Jahren über Kreuz. Asker Sakinmaz, erfolgreiche Rampensau des MLM-Vertriebs, hatte auf die Produkte seines Partners Cengiz Ehliz vertraut, erklärt dieser heute. Cengiz Ehliz habe ihn getäuscht und ins offene Messer laufen lassen. So glaubt es Sakinmaz.

Aus dem Umfeld von Cengiz Ehliz und Asker Sakinmaz wurde nun verlautbart, dass man die vorläufig noch nicht rechtsgültige Entscheidung des Gerichts vor der nächsten Instanz anfechten werde. Man fühle sich juristisch nicht gut beraten und lasse den Ruf eines Betrügers nicht auf sich sitzen.

Der Münchner Rechtsanwalt Holger von Hartlieb hatte Cengiz Ehliz gegenüber DERFFLINGER vor dem Landgericht in München vertreten. Auch dieser Prozess verlief für Ehliz nicht gut. Man verlor die Klage zur Unterbindung von Teilen unserer Berichterstattung über die weeNexx, wee.com, weeConomy, Swiss Fintec Invest, FlexCom und Cooinx -Unternehmungen rund um Cengiz Ehliz, Michael Scheibe, Ewald Schmutz, Tilmann Meuser und vielen anderen mehr.

Nun trifft das Urteil vor dem Gericht in Belgien direkt das System FlexKom bzw. FlexCom und nicht die neue Marke wee.com. Aber Brancheninsider staunen: Die Swiss Fintec Invest AG, eine Art schweizerische Mutter der Ehliz‘ Unternehmen, hieß vor gar nicht allzu langer Zeit noch weeCONOMY AG und stand mit der vormaligen Firma von Michael Scheibe, der FlexCom International AG, in einer sehr engen geschäftlichen Verbindung. Immer wieder geriet FlexCom/FlexKom jedoch wegen angeblich zweifelhafter Geschäftspraktiken in die Diskussion. Erst im Mai 2017 wurde dann allerdings verkündet, man habe „in beidseitigem Einvernehmen“ beschlossen, die „gesellschaftsrechtliche Verflechtung der weeCONOMY mit der FlexCom“ aufzulösen. Manche Unternehmen um Cengiz Ehliz firmierten einfach um. Deren Unternehmensgeschichten reichen aber noch in die FlexCom zurück.

 

Auch in der Schweiz hegt man inzwischen Zweifel an der Seriosität des Cengiz Ehliz und dem ganzen Zauber um FlexCom und wee (https://www.rts.ch/info/regions/valais/11114818-qui-se-cache-derriere-wee-le-sponsor-du-fc-sion-accuse-d-escroquerie-.html).

Letzte Änderung am Montag, 24 Februar 2020 15:58
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