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Solarfonds schröpfen Stromverbraucher via EEG

Aber: Ökostromumlage sinkt erstmals

Dienstag, 07 Oktober 2014 17:30 geschrieben von  Susanne Hagel

Berlin - Aufgrund eines Milliardenüberschusses zum Stichtag des 30. September werde die von allen Stromverbrauchern zu zahlende Ökostromumlage erstmals seit ihrer Einführung im Jahre 2010 sinken.

Die Umlage, die vor vier Jahren mit rund 2 Cent eingeführt wurde, stieg seither stetig an. Ursache dafür ist vor allem der Ausbau des Solarzubaues. Heute liegt sie bei rund achtzehn Prozent des Strompreises, also 6,24 Cent je Kilowattstunde, und somit fast beim Dreifachen des Ausgangspreises. In einem durchschnittlichen Haushalt macht das jährlich rund 220 € aus. Gezahlt wird die Umlage von allen stromverbrauchenden Haushalten und Firmen über den Strompreis. Nur energieintensive Unternehmen sind weitgehend befreit von der Umlage.

Die Bekanntgabe der Senkung der Umlage wird am 15. Oktober erwartet, dann wird die neue Umlage für 2015 veröffentlicht. Sie zeichnete sich bereits seit Monaten ab, da die Umlage von 2014 zu hoch angesetzt war. Das Umlagekonto verzeichnete Ende September ein Plus von 1,38 Milliarden Euro.

Die Entlastung der Haushalte werde jedoch nur gering ausfallen. Experten rechnet mit einem Sinken des derzeitigen Preises von 6,24 auf 6 Cent pro Kilowattstunde; das würde für obigen Haushalt ein Ersparnis von rund zehn Euro pro Jahr bedeuten. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die im August mit weiteren Förderkürzungen in Kraft trat, wirke sich noch nicht auf den Preis aus.

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