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Wie sicher sind Auxilium-Immobilienfinanzierungen in den USA?

Auxilium Invest: Alexander Knopf vermittelt Immobilienanlagen in Dallas/Fort Worth

Samstag, 08 Mai 2021 17:05 geschrieben von 
Hätte auch J.R. Ewing seine helle Freude an den Geschäften des Alexander Knopf in Dallas/Texas? Hätte auch J.R. Ewing seine helle Freude an den Geschäften des Alexander Knopf in Dallas/Texas? Quelle: Derfflinger

Berlin – Das Gebiet Dallas/Fort Worth (DFW) ist ein extrem schnell wachsender Ballungsraum und heute die viertgrößte Metropolregion der USA. Seit 2000 ziehen jährlich rund 120.000 Menschen neu in die Metropole im Norden von Texas. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt mit rund 62.000 US-Dollar über dem Durchschnitt der Vereinigten Staaten. Im Jahr 2019 wurden in Dallas/Fort Worth mehr als 108.000 Häuser verkauft – das ist mehr als in jedem anderen städtischen Gebiet des Bundesstaates Texas. Im Juli 2020 lag der Medianpreis für Wohnimmobilien im DFW-Gebiet bei etwa 282.500 US-Dollar, was einem Anstieg um 71 Prozent gegenüber dem Medianwert von 146.000 Dollar im Jahr 2011 entspricht. Im renditeträchtigen Immobiliengeschäft von DFW mischt auch der deutsche Finanzdienstleister Auxilium Invest kräftig mit. Der Immobilienmarkt im DFW-Gebiet ist ein klassischer „Verkäufermarkt“, in dem die Häuser meist nach nur 2,7 Monaten verkauft sind. Das liegt deutlich unter der Durchschnittsdauer für Immobilienverkäufe in den USA, die 6,1 Monate beträgt.

Seit dem Frühjahr 2007 war auf dem US-Markt für Hypothekenkredite mit geringer Bonität, auch Subprime genannt, ein drastischer Anstieg von Zahlungsausfällen zu beobachten, der etwas später zu erheblichen Kredit-Neubewertungen, Auflösungen von Kreditportefeuilles, Notfinanzierungen von Spezialinstituten und zum Zusammenbruch von Finanzhäusern führte. Das Endergebnis war eine weltweite Finanz- und Konjunkturkrise. Die Subprime-Krise betraf vor allem einkommensschwache Gegenden wie etwa Detroit. In Dallas/Fort Worth hingegen verursachte die Krise nur eine kurzfristige Delle im Immobiliengeschäft, weil die Bevölkerung auch in dieser Zeit stetig wuchs und die Nachfrage auf dem Häusermarkt weiterhin das Angebot überstieg.

Der Hypothekenmarkt ist nach wie vor einer der größten Sektoren der amerikanischen Volkswirtschaft. Wurden 2018 noch knapp sechs Millionen Häuser veräußert, werden im Jahr 2022 vermutlich über 6,6 Millionen Wohnimmobilien ihre Eigentümer wechseln. Führend bei dieser rasanten Entwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt ist das DFW-Gebiet, in dem die Auxilium Invest GmbH mit ihrem Partner-Netzwerk aktiv ist. Unternehmensseitig heißt es dazu: „Die durchschnittlichen Erwerbskosten der Immobilien, die Auxilium finanziert, liegen im unteren sechsstelligen Bereich. In den letzten zehn Jahren hatte Auxilium bei mehr als zwei Milliarden US-Dollar erfolgreich abgewickeltem Gesamtvolumen keinen einzigen Kreditausfall.“

Das Unternehmen residiert am berühmten Berliner Kurfürstendamm und damit an einer der besten Adressen der deutschen Hauptstadt. Für das USA-Geschäft unterhält der vertretungsberechtigte Geschäftsführer Alexander Knopf auch ein Büro in Dallas. Knopf ist zertifizierter Finanzplaner mit Abschluss an der European Business School und verfügt nach eigenen Angaben über eine mehr als 25-jährige unternehmerische Erfahrung in der Finanz- und Immobilienbranche. Gemeinsam mit Scott Harvel investiert er seit Langem in den privaten Darlehensmarkt der texanischen Metropole Dallas. Laut Eigenaussage kann Knopf bis dato auf 350 erfolgreich durchgeführte Finanzierungen im Wert von mehr als 100 Millionen US-Dollar zurückblicken. Bei Auxilium verantwortet er das Fondsmanagement, das Controlling, das Reporting sowie das weite Feld Investor Relations. Der promovierte Jurist Scott Harvel ist auf Unternehmensfinanzierungen sowie Immobilientransaktionen spezialisiert. In den letzten 20 Jahren soll er Transaktionen von Mietwohnungen und privaten Wohnhypothekenkrediten in Höhe von 18 Milliarden US-Dollar abgewickelt haben. Er ist bei Auxilium für die Aufsicht und Verwaltung der Darlehensprogramme, die Verwaltung der Kreditlinien von Drittbanken, die Hypothekenbedienung sowie die Finanz- und Steuerberichterstattung zuständig. Zum Führungsteam gehören des Weiteren die Senior Manager Stephan J. Akin und Alexandra Harvel.

Für Alexander Knopf betreffen die finanziellen Möglichkeiten eines Menschen zentrale Bereiche seines Lebens wie Freiheit, Lebensqualität, Sicherheit und Gesundheit. Seine Anleger will er dabei unterstützen, ihre finanziellen Spielräume auszubauen und zu sichern. „Das Spielcasino der modernen Finanzwelt mit ihren undurchsichtigen Anlageformen und unabsehbaren Risiken ist für ihr Vermögen unter meiner Betreuung keine Option“, versichert er. Er arbeite ausschließlich mit bodenständigen und transparenten Anlageformen wie Aktien, Immobilien, mittelständischen Unternehmensbeteiligungen und physischen Edelmetallen. Mit dieser Strategie habe er in den vielen Jahren seiner Beratungstätigkeit das Vermögen seiner Kunden selbst in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten erhalten und vermehren können, behauptet er. „Zahlreiche langjährige und vertrauensvolle Kundenbeziehungen stehen für meinen Erfolg. Ich verstehe mich als Vermögensmanager und Lebensplaner und weniger als Anlageberater“, formuliert der Auxilium-Chef beim digitalen Geschäftskontakte-Netzwerk LinkedIn.

Verschiedene Verbraucherschutzportale gießen aber Wasser in Knopfs Wein und warnen vor Totalverlustrisiken. So war erst im Februar dieses Jahres auf der Netzseite „Verbraucherschutz.forum“ zu lesen: „Es ist schon ein merkwürdiges Angebot, was der Herr Knopf von der Auxilium Invest GmbH da an potenzielle Kunden unterbreitet. Das Angebot ist von den Sicherheiten her für einen Investor das schlechteste Investment, was man überhaupt anbieten kann. Nachrangdarlehen kann man auch als Abenteuerkapital bezeichnen. Merkwürdig auch, dass man nicht einmal sagt, ab welcher Summe man Nachrangdarlehensgeber werden kann. Lassen Sie die Finger von solchen Angeboten, wenn Sie kein Geld aufs Spiel setzen wollen, und Sie wissen ja, mit Geld spielt man nicht.“

Die erwähnten Nachrangdarlehen sind eigentlich wie klassische Kredite aufgebaut. Der problematische Unterschied zu herkömmlichen Darlehen kommt im Insolvenzfall des Kreditnehmers zum Tragen, wenn die Forderung des Kreditgebers erst nachrangig behandelt wird. Mit anderen Worten: Es werden zuerst die Forderungen anderer Gläubiger und Kreditinstitute bedient und erst dann die des privaten Kreditgebers. Die Vergabe eines solchen Kredits ist deshalb immer sehr risikobehaftet.

Auxilium selbst verspricht hingegen „volle Sicherheit“ durch „erstrangige Grundbuchbesicherung all unserer Kredite“. Die Berliner Immobilienfinanzierer rund um Alexander Knopf wollen Anlegern erklärtermaßen die Chance geben, von „der Finanzierung von etwa 230 Einfamilienhäusern mit Absicherung im ersten Rang zu profitieren“. Und das „einfach, transparent und jederzeit handelbar“. Was stimmt denn nun? Wie groß oder gering sind die Risiken für Auxilium-Anleger? Wer sich von Deutschland aus als Kleinanleger auf das Abenteuer einer US-Immobilienfinanzierung einlassen will, sollte vorher nicht nur das Kleingedruckte des Investmentanbieters genau gelesen haben, sondern rundum informiert sein.

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