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Eine starke Wirtschaftspartnerschaft

Chinesische Investments in Deutschland um ein Drittel gestiegen

Dienstag, 09 September 2014 07:26 geschrieben von  Johann W. Petersen
Flagge Chinas Flagge Chinas

Frankfurt am Main - Chinesische Investoren haben sich 2013 an 68 Projekten in Deutschland beteiligt. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young hervor. 2012 gab es nur 46 solcher Beteiligungen, also knapp ein Drittel weniger.

Mittlerweile ist die Bundesrepublik – vor Großbritannien und Frankreich – der attraktivste Standort für chinesische Unternehmen in Europa. Die Investoren aus Fernost gehen zwar so gut wie überall auf Einkaufstour, in Deutschland jedoch besonders stark. Ernst&Young erklärt dies mit dem Abbau bürokratischer Hürden in China, die es Unternehmen erlaubt, schneller bei Investitionsobjekten im Ausland zuzugreifen.

Dieser Trend werde weiter anhalten. „Die Werkbank der Welt zu sein genügt den chinesischen Unternehmen schon lange nicht mehr“, so Yi Sun von Ernst&Young Deutschland. 2013 seien in der Bundesrepublik 25 Firmen von chinesischen Unternehmen gekauft worden, das Interesse sei weiter „riesengroß“. Den Zahlen der Gesellschaft zufolge ist China mittlerweile drittgrößter Investor in Deutschland, dahinter folgen die USA (142 Projekte) und die Schweiz (98 Projekte).

Allein in Nordrhein-Westfalen beteiligten sich chinesische Investoren an 40 Projekten. Darunter waren zahlreiche komplette Übernahmen deutscher Firmen durch chinesische Unternehmen, so der Verkauf des Betonpumpenhersteller Schwing und Putzmeister an XCMG oder des Autozulieferers Kiekert an den chinesischen Mittbewerber HeBei LingYun. Ein nennenswerter Abbau von Jobs geht weder mit chinesischen Beteiligungen noch mit solchen Übernahmen einher, wie Experten versichern. Im Gegenteil: Durch chinesische Investoren konnten zahlreiche Arbeitsplätze erhalten oder sogar neu geschaffen werden.

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