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Erschreckende Zahlen des Statistischen Bundesamts

Deutsche Exporte gehen erneut zurück

Freitag, 10 Oktober 2014 14:19 geschrieben von  Johann W. Petersen
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Wiesbaden – Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, sind die deutschen Exporte im August 2014 erneut zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Ausfuhren um 1,0 %, aber auch die Importe gingen um 2,4 Prozent zurück. Bereits im Vormonatsvergleich wurde ein Rückgang der Exporte um 5,8 % und der Importe um 1,3 % festgestellt.

Der Einbruch ist nach den Zahlen der Statistiker in einem nicht unerheblichen Maße auf die westlichen Wirtschaftssanktionen gegen Russland zurückzuführen. Gegenüber August 2013 stiegen nämlich die Exporte in andere EU-Länder um 2,0 %, während die Eingänge nahezu unverändert blieben. In die Länder der Eurozone wurden nur Waren im Wert von 29,2 Milliarden Euro (+0,4 %) geliefert und Waren im Wert von 30,5 Milliarden Euro (+0,7 %) aus diesen Ländern bezogen. Die Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union nahmen hingegen um 4,7 % ab, die Importe sogar um 6,3 %. Einen besonders starken Rückgang gab es außerdem bei Dienstleistungen. Hier nahmen alle grenzüberschreitenden Transaktionen um 5,9 % ab, seit Jahresbeginn sogar um 29,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Außenhandelsbilanz schloss im August 2014 mit einem Überschuss von 14,1 Milliarden Euro ab, kalender- und saisonbereinigt gab es im Saldo ein Plus von 17,5 Milliarden Euro. Deutschland beweist damit nach wie vor Wettbewerbsfähigkeit, da die heimischen Unternehmen in der Lage sind, ihre Produkte auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Umso ärgerlicher, dass ausgerechnet im Falle des guten deutschen Handelspartners Russland mit politischen Interventionen dazwischengefunkt wird.

Letzte Änderung am Freitag, 10 Oktober 2014 14:33
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