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Rudolf Engelsbergers neuester Coup

Die Schweizer weeCONOMY AG setzt auf Kunden als Vertriebspartner

Freitag, 23 Januar 2015 20:30 geschrieben von  Johann W. Petersen
Bildschirmfoto vom 23.01.2015 Bildschirmfoto vom 23.01.2015 Quelle: weeconomy.com

Zürich - Vor wenigen Tagen brachte die Schweizer weeCONOMY AG ein neues Smartphone auf den Markt, das speziell auf die Nutzung der hauseigenen weeCONOMY-Produkte ausgerichtet ist. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um ein Bonussystem, das mittels einer speziellen App, der weeAPP, bei Einkäufen in Anspruch genommen werden kann. Diese App kann man sich aber auch mit seinem bisherigen Smartphone, ob iPhone oder Android, kostenlos herunterladen. Das weePHONE ist ein Zusatzangebot, mit dem offenbar die Verbreitung angekurbelt werden soll.

Die Nutzung ist nicht nur in der Schweiz oder der DACH-Region möglich. Das Unternehmen wirbt auf seiner Internetseite (www.weeconomy.com [1]) damit, dass der Dienst bereits in 22 Ländern nutzbar ist. Um welche es sich dabei genau handelt, wird aus dem Netzauftritt allerdings nicht deutlich. Ambitioniertes Ziel der weeCONOMY AG ist es, den Kunden die Möglichkeit zu geben, überall auf der Welt mit nur einer App bezahlen zu können und dabei nicht nur persönlich zu profitieren, sondern Teil einer Community zu werden, in der alle zum gegenseitigen Nutzen zusammenarbeiten.

Das System funktioniert ähnlich wie bei vergleichbaren Bonussystemen: Der Kunde kauft etwas ein und bekommt dafür einen Bonus in Form einer Werteinheit, dem „wee“. Gutgeschrieben. Der Wert eines „wee“ entspricht dabei eins zu eins der von ihm bei Registrierung ausgewählten Landeswährung. Seine „wees“ kann sich der Kunde dann entweder auf sein Konto auszahlen lassen oder erhält – was in dieser Form bislang noch nirgendwo angeboten wurde – den Gegenwert in physischem Gold. Das Unternehmen weist allerdings darauf hin, dass die Möglichkeit des Golderwerbs nicht in allen Ländern gewährleistet werden kann, da es teilweise landesspezifische Beschränkungen gibt. Geplant ist weiterhin die Einführung einer dritten Möglichkeit zu Bonusauszahlung, nämlich auf eine Kreditkarte, die sogenannte weeCREDITCARD.

Bezahlt werden kann auf diese Art bei unterschiedlichen Partnerunternehmen wie Händlern, Handwerkern, Dienstleistern oder auch Restaurants. Diese werden bei der weeCONOMY AG als weePARTNER geführt. Die Höhe des gewährten Rabatts kann von den Partnerfirmen, vor allem kleinere und mittlere Unternehmen, selbst festgelegt werden, soll aber laut Angabe der weeCONOMY AG im Schnitt bei etwa 4 % liegen.

Die Kunden, die die weeAPP nutzen, können sich zusätzlich als weeJOBBER registrieren und damit als Vertriebspartner bei der Verbreitung des Dienstes mitwirken. Das bedeutet, dass sie beispielsweise ihre Lieblingsrestaurants oder Händler und Dienstleister, mit denen sie gute Erfahrungen gemacht haben, auf einer virtuellen Landkarte als Akzeptanzstellen empfehlen können. Andere Kunden sehen dies und können die empfohlenen Betriebe wiederum als gewünschte weePARTNER markieren.

Potenzielle Partnerunternehmen erhalten so einen Hinweis darauf, wie viele Nutzer der Dienste der weeCONOMY AG bei Ihnen einkaufen wollen. Zusätzlich können die weeJOBBER weitere Freunde empfehlen, die mithelfen können, das Vertriebsnetz auszubauen. Sobald ein empfohlenes Unternehmen dann tatsächlich weePARTNER wird, erhält derjenige Nutzer, der den Betrieb als erstes empfohlen hat, einen Anteil an den Umsätzen der weeCONOMY-Kunden in Form von „wee“-Einheiten.

Hinter diesem System aus E-Commerce, Franchising und der Einbindung von stationärem Handel und Dienstleistern steht mit Rudolf Engelsberger ein schon seit 25 Jahren erfolgreich tätiger Manager und Vertriebsprofi, der in einer ähnlichen Form bereits mit FlexKom am Markt unterwegs war. Engelsberger hat die Leitung der weeCONOMY AG zu Beginn des Jahres 2015 übernommen. Wie weit das Vertriebsnetz in Deutschland ausgebaut werden kann, bleibt abzuwarten. Das Potenzial ist durchaus vorhanden, eine starke Konkurrenz mit anderen Bonussystemen aber ebenso.

Letzte Änderung am Freitag, 23 Januar 2015 20:41
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