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Lukrative Kleinanlegerbörse?

Exporo AG: Simon Brunke und Björn Maronde weiten Immobilieninvestitionen aus

Donnerstag, 19 Juli 2018 16:35 geschrieben von 
Exporo AG: Simon Brunke und Björn Maronde weiten Immobilieninvestitionen aus Quelle: PIXABAY.COM | CC0 Creative Commons

Hamburg – Simon Brunke und Dr. Björn Maronde sind die Köpfe hinter der Exporo AG, jener Kleinanlegerbörse für den großen Immobilienmarkt in Deutschland. Die in Hamburg ansässige Exporo AG, die Kleinanlegern schon für wenige Hundert Euro Beteiligungen an lukrativen Immobilieninvestments ermöglicht, ist im Jahr 2018 zur besten Plattform für das Crowdinvesting ausgezeichnet worden. Das aufstrebende FinTech gewann mit 5,0 von möglichen 5,0 Punkten den ersten Platz der BankingCheck & eKomi Awards in der Kategorie Crowdinvesting-Plattform.

Exporo sicherte sich damit wie schon im Vorjahr die Spitzenplatzierung im Kundenranking. Der Finanzmarkt wird immer vielfältiger. Neben klassischen Banken und Versicherungen mischen auch innovative FinTechs den Finanzsektor kräftig auf und bedienen sich dabei häufig des sogenannten Crowdinvestings. Genau hier setzen Björn Maronde und Simon Brunke an. Dabei bündeln Geldgeber im Internet ihre Aktivitäten und investieren in gemeinsame Projekte. Der Begriff Crowdinvesting, der sich aus den englischen Wörtern „Crowd“ (Menschenmenge) und „Investing“ (investieren) zusammensetzt, ist selbsterklärend.

BankingCheck und eKomi prämieren mit ihren Awards herausragende Akteure der Finanzbranche. In diesem Jahr waren die Kunden von Anfang Januar bis Ende April dazu aufgerufen, verschiedene Finanzdienstleister und ihre Produkte zu bewerten. In dieser Zeit sind mehr als 120.000 Kundenbewertungen in 65 Anbieter- und 14 Produktkategorien eingegangen. Krönender Abschluss der Abstimmungsaktion war die Verleihung der Awards am 7. Juni 2018 im Festsaal in Berlin-Kreuzberg. Björn Maronde, Mitgründer und Vorstand der Exporo AG, sagte nach der Preisverleihung: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung als beste Crowdinvesting-Plattform, denn sie würdigt die tägliche Arbeit des ganzen Teams. Die hier prämierte große Zufriedenheit unserer Kunden spornt uns dabei an, jeden Tag alles zu geben und unser erfolgreiches Geschäftsmodell kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Die Freude über diese Auszeichnung ist ganz sicher nicht auf Maronde beschränkt, der das Unternehmen im Jahr 2014 zusammen mit Simon Brunke, Julian Oertzen und Tim Bütecke als Crowdinvesting-Plattform für Immobilienprojekte gegründet hat. Man kostet den Erfolg vielmehr gemeinsam aus, denn bis heute gehören Simon Brunke, Björn Maronde und Julian Oertzen dem Vorstand des innovativen Schwarmfinanzierers an. Schon in seiner Studienzeit gründete Brunke eine Firma im Finanzdienstleistungssektor. Heute ist er Vorstandsvorsitzender der Exporo AG und leitet die Bereiche Finanzen und Strategie. Mitvorstand Björn Maronde studierte Rechtswissenschaften und machte zusätzlich einen MBA. Nach ersten Praxiserfahrungen als Unternehmensberater ist er bei Exporo für die Bereiche Marketing, Vertrieb und IT verantwortlich. Julian Oertzen studierte zunächst Maschinenbau und machte sich danach als Unternehmensberater einen Namen. Nun führt er das Real-Estate-Team von Exporo und fungiert als Ansprechpartner für alle Projektentwickler. Bauingenieur Tim Bütecke ist Mitglied des Advisory Board und seit vielen Jahren in leitenden Positionen der Finanzdienstleistungs- und Immobilienbranche tätig. Ihr Unternehmen, das inzwischen mehr als 90 Mitarbeiter beschäftigt, hat sich zu Deutschlands führender Plattform für digitale Immobilieninvestments entwickelt. Seit Gründung wurden 123 renditeträchtige Projekte aus nahezu allen Immobilien-Assetklassen mitfinanziert. Mehr als 195 Millionen Euro Kapital wurden vermittelt und schon über 53 Millionen Euro an die Anleger zurückgezahlt. Mehr als 14.000 Anleger sollen bereits in diverse Immobilienprojekte der Hamburger investiert haben.

Kleinanlegern bietet Exporo die Chance, einfach und direkt schon ab einer Summe von 500 Euro in professionelle Immobilien der eigenen Wahl zu investieren und sich so ein eigenes Immobilien-Portfolio aufzubauen. Dabei werden Renditen von bis zu sechs Prozent jährlich in Aussicht gestellt. Mikroinvestoren können sich so einen Markt erschließen, der bislang meist privaten und institutionellen Großanlegern vorbehalten war. Der Plattformbetreiber verspricht, dass die Investitionsbeträge zweckgebunden sind und zu 100 Prozent den ausgewählten Immobilien zugutekommen.

Das über das eigene Crowdinvesting-Modell eingeworbene Kapital stellt Exporo dann Immobilien-Projektentwicklern zur Verfügung. Konkret wird ein Finanzierungsvolumen von 500.000 bis 10 Millionen Euro, die Prüfung und Finanzierungszusage innerhalb einer Woche, eine hochmoderne Form der Mezzanine- und Fremdkapitalfinanzierung, die Auszahlung des Investitionsbetrages innerhalb von zwei Wochen und eine hohe Marketing-Reichweite zugesichert. Während einer Crowdinvesting-Aktion bekommt Exporo vom jeweiligen Projektentwickler eine Vergütung gezahlt, um die laufenden Kosten für den Kundenservice, den technischen Plattformbetrieb und Marketingmaßnahmen zu begleichen. Auch die Transaktionskosten für die Überweisungen der Investments trägt der Projektentwickler. Zu jedem einzelnen Immobilien-Projekt findet der Anleger auf der Internetseite von Exporo eine Übersicht mit allen maßgeblichen Informationen zu Laufzeiten und Renditen sowie dem Stand der baulichen Maßnahmen.

Die Exporo GmbH weist darauf hin, dass sie nur eine formale Prüfung der Immobilienprojekte sowie der dahinterstehenden Entwickler vornimmt und deshalb auch nicht mit letzter Sicherheit sagen kann, wie vernünftig und ertragreich ein Investment ist. Diese Entscheidung muss der Investor für sich selbst treffen. Die Investitionen erfolgen in Gestalt zweckgebundener Nachrangdarlehen an die jeweilige Projektgesellschaft. Jedes Beteiligungsangebot hat eine feste Laufzeit, an deren Ende das eingezahlte Kapital zurückgezahlt wird, betont das Crowdinvesting-Unternehmen. Die Auszahlungsmodalität der Zinsen richte sich nach der Art des Projektes: Bei Neubauten erfolge sie meist endfällig, bei Bestandsimmobilien jährlich oder quartalsweise. Die Exporo AG stellt klar: „Die Projektgesellschaft hat das Recht, bereits vor dem Ende der Laufzeit das eingezahlte Geld zurückzuzahlen. In diesem Fall wird der gesamte Zinsanspruch schon vorher fällig und die Kapitalrendite verbessert sich dadurch noch einmal deutlich gegenüber dem zugesicherten festen Zinssatz.“

Einen Schritt zur weiteren Professionalisierung machte das FinTech im Dezember 2017, als es von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Lizenz nach § 32 des Kreditwesengesetzes (KWG) erhielt und nun über die neue Exporo Investment GmbH Immobilien in Wertpapier-Form vermitteln kann. Mit der KWG-Lizenz hat man das Kleinanlegerschutzgesetz hinter sich gelassen und die Etablierung digitaler Immobilieninvestments auf dem regulierten Markt vorangetrieben.

Das junge Team um Björn Maronde und Simon Brunke könnte hier bald eine Benchmark für den Markt bilden. Herkömmliche Fonds in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG sind derzeit aufgrund rechtlicher Veränderungen kaum noch marktfähig.

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