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Geokraftwerke, GoMoPa und Florian F.

Forever Green (FG) und Wolfgang Hageleit sehen sich ehrverletzender Kampagne ausgesetzt

Samstag, 25 Oktober 2014 17:20 geschrieben von 
Blick ins Büro der Regensburger Forever Green (FG) - hier wird Energiegewinnung aus Tiefengeothermie geplant Blick ins Büro der Regensburger Forever Green (FG) - hier wird Energiegewinnung aus Tiefengeothermie geplant Quelle: FG.de

Regensburg - Energieerzeugung aus Tiefengeothermie ist ein neues Geschäftsfeld in Mitteleuropa. Auch hier machte das umstrittene EEG (Erneuerbare Energien Gesetz)  Visionen erst möglich. Die Regensburger FG-Unternehmensgruppe (Geokraftwerke u.a.) möchte sich in diesem Marktumfeld entwickeln und behaupten. Auch Anlegergelder kleinerer Investoren befinden sich dabei im Einsatz. Daran entzündete sich zuletzt Kritik, dass nicht alles bei FG so erfolgreich verlaufe, wie man es bei Forever Green den Kapitalanlegern zugesagt habe.

Umgekehrt sieht sich der FG-Geschäftsführer Wolfgang Hageleit einer "gesteuerten Presse-Kampagne" ausgesetzt, hinter der er einen früheren Geschäftspartner und dessen Berliner Kontaktnetz vermutet.

Ein Gespräch mit dem Kaufmann Wolfgang Hageleit, Geschäftsführer der FG Geothermie GmbH und Gesellschafter der Forever Green Unternehmensgruppe, soll etwas Licht ins Dunkel bringen.

Derfflinger: Herr Hageleit, Sie führen in Ihrem Geothermie Portfolio u. a. über die Projektgesellschaft Geoenergie Kirchweidach GmbH ein Geothermieprojekt im oberbayerischen Kirchweidach. Hier gibt es bereits ein mit der dort geförderten Erdwärme beheiztes Tomaten-Gewächshaus.

Kritiker bemängeln, dass Sie aber den eigenen betriebswirtschaftlichen Zielen hinterherhinken. Wie beurteilen Sie den Entwicklungsstatus?

Können Sie bereits Angaben zur voraussichtlichen Wirtschaftlichkeit eines geplanten Geo-Kraftwerks machen?

Wolfgang Hageleit: Das Geothermieprojekt Kirchweidach weist den weitesten Entwicklungsstatus in unserer Pipeline auf. Die bereits praktizierte Nutzung der Fernwärme ist hierbei ein Erfolg, auf welchen wir stolz sind, da es sich um ein in Deutschland einzigartiges Projekt dieser Art und Größe handelt. Es wurde ein rund 120.000 qm großes Tomatengewächshaus errichtet, welches Bayern nun täglich mit frischen Tomaten versorgt. Es konnten hierdurch etwa 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Derfflinger: Das ist sicher ein schöner Einstieg in lukrative Geschäfte aus Tiefengeothermie, aber da muß doch noch mehr kommen. Wie planen Sie weiter?

Wolfgang Hageleit: Ebenso baut die Gemeinde Kirchweidach an einem Fernwärmenetz, das bis Ende 2015 den kompletten Kern der Gemeinde mit Fernwärme erschließen soll. Nach Aussagen der Gemeinde wollen sich 80 % der Bürger diesem Fernwärmenetz anschließen.

Durch die Nutzung der Erdwärme gelingt es jährlich ca. 4,2 Millionen Liter Heizöl, entsprechend dem Verbrauch von 2.000 Einfamilienhäusern, einzusparen – und das sogar vollkommen CO2-frei! Es werden dadurch jährlich ca. 8,4 Mio. kg CO2 eingespart. Das ist absolut einzigartig und ein herausragendes Vorzeigeprojekt an Nachhaltigkeit und ökologischer Wärmenutzung in ganz Europa.

Eine Erweiterung um 80.000 qm ist bereits in Planung.

Und das ist nur ein Teil des Gesamtvorhabens in Kirchweidach. Es ist nach wie vor unser Hauptziel, die in Kirchweidach gewonnene Energie zur Erzeugung von Strom durch ein Kraftwerk nutzbar zu machen.Die Engineering- und Kraftwerksplanung befindet sich aktuell in den letzten Zügen der Vertragsverhandlung. Für das Geothermieprojekt Kirchweidach galt es viel Pionier- und Entwicklungsarbeit zu leisten. Besondere Herausforderungen waren die Bohrungen. In Kirchweidach wurden zwei Bohrungen niedergebracht. Die erste Bohrung verfügte über eine Gesamtlänge von 4.937 m. Die zweite Bohrung hatte eine Gesamtlänge von 5.133 m, diese Bohrung ist die längste und am stärksten abgelenkte Bohrung in der bayerischen Molasse, was dieses Projekt sicher einzigartig macht!

Derfflinger: Wie kalkulieren und planen Sie für die FG-Unternehmensgruppe, aber auch für Ihre Anleger?

Wolfgang Hageleit: Die ursprüngliche Planung sah die Stromeinspeisung für Ende 2015 vor. Man rechnet bei Geothermieprojekten generell mit 5 Jahren von Bohrbeginn bis zur Stromeinspeisung. Zwischendurch sah es durch die schnellen Bohrungen (in anderen Projekten haben die Bohrungen teilweise über 2,5 Jahre gedauert) so aus, als könnten wir deutlich schneller sein. Durch einen schwierigen Langzeitpumptest und technischen Schwierigkeiten mit der damaligen Pumpenkonfiguration zeigte sich jedoch, dass wohl auch wir 5 Jahre bis zur Stromeinspeisung brauchen werden. Aktuell sieht die Planung eine Stromeinspeisung ab Mitte 2015 vor.

Wir blicken mit großer Zuversicht auf unser Pionierprojekt in Kirchweidach und freuen uns auf die weiteren Entwicklungen.

Derfflinger: Die Kritik an Ihren Unternehmungen bemängelt aber auch, dass Personen Ihres Umfelds als mäßig qualifiziert für Geothermie-Projekte dieser Größenordnung erachtet werden. Herr Johannes Falk ist eine zentrale Schlüsselpersönlichkeit innerhalb der Forever Green Geothermie-Sparte und Geschäftsführer der Projektgesellschaften. In der Vergangenheit war er bei anderen Unternehmungen nicht immer erfolgreich. Was hat Sie dazu bewogen diese wichtigen Positionen gerade mit ihm zu besetzen?

Wolfgang Hageleit: Herr Johannes Falk ist nunmehr seit vielen Jahren engagierter Mitarbeiter der FG.de Unternehmensgruppe. Es zeigte sich schnell, dass er durch sein herausragendes Geschick in der Strukturierung, sein technisches Verständnis und seine Führungsqualitäten für eine leitende Position prädestiniert ist. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, ihn auf diesen Schlüsselpositionen einzusetzen. Die durch sein Mitwirken erzielten messbaren Erfolge haben diese Entscheidung bestätigt! Mehr gibt es nicht zu sagen, oder zu spekulieren.

Derfflinger: Herr Hageleit, Sie gelten als erfolgreicher Unternehmer. An Ihrer Person besteht großes öffentliches Interesse, da Sie sich als unternehmerischer Pionier im Segment der Geothermie-Energiegewinnung einen Namen gemacht haben. Auch Ihr Werben um Anlegervertrauen lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit auf Ihre Unternehmungen. Übermäßige Kritik scheinen Sie aber nicht gelassen zu verdauen. Sie sprechen gar davon, dass einige Ihnen den Erfolg nicht gönnen und dazu veröffentlichte negative Artikel über Sie im Internet indiskutabel seien. Bei diesen speziellen Veröffentlichungen wurde auch Ihre privater, luxuriöser Lebensstil angeprangert. Ist hier nur eine Portion Neid im Spiel? Es werden zum Teil krasse Behauptungen gegen Sie aufgestellt. Wie gehen Sie damit um?

Wolfgang Hageleit: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diejenigen, welche den Erfolg anderer an den Pranger stellen, in der Regel selbst in ihrem Leben finanziell versagt haben.

Zu den Vorwürfen in der Sache ist folgendes zu sagen: Das Geothermie-Business ist ein Teil meiner geschäftlichen Betätigung. Es ist jedoch weder mein einziges Betätigungsfeld, noch gar dasjenige, welchem ich meinen überwiegenden unternehmerischen Erfolg verdanke!

Jede Investition trägt Chancen und Risiken in sich. Nehmen wir das Beispiel T-Aktie - ein damals als absolut sicher geltendes Investment. Die Menschen investierten voller Euphorie und der Kurs schien unaufhaltsam zu steigen. Die T-Aktie hatte im März 2000 einen Wert von über 100,- €! Doch danach ging es rapide bergab. Durch den Absturz dieser „Volksaktie“ nach dem Rekordhoch wurde ein Vermögen von rund 300 Milliarden Euro vernichtet. Sehr viele Menschen haben dadurch eine Menge Geld verloren. Heute liegt die T-Aktie gerade einmal noch bei etwa 10,- €.

Ich bin seit vielen Jahren über verschiedene Projekte am Markt tätig. Einige dieser Unternehmungen waren überaus erfolgreich und ich konnte hierdurch insbesondere in den letzten 8 Jahren Gewinne in Millionenhöhe außerhalb der Forever Green erwirtschaften. Ich bin Gründer der FG.de und habe selbst ein hohes finanzielles Investment in die FG Gruppe getätigt. Aus diesem Grund habe ich ein persönliches vitales Interesse am Erfolg der Projekte, so wie jeder einzelne Anleger, der Geld in unser Unternehmen investiert hat.

Zu den Pressemeldungen selbst müssen Sie wissen, dass es sich bei dieser Art der „Presse“ nicht um freie Meinungsäußerung nach publizistischen Grundsätzen im Sinne einer verantwortungsvollen Medienarbeit handelt, sondern um reine Geschäftemacherei.

Derfflinger: Geschäftemacherei? Wie meinen Sie das?

Wolfgang Hageleit: Nun ja, zunächst sollte man sich diesen „Informationsdienst“ einmal genauer anschauen, der hier doch offensichtlich eine Kampagne gegen mich führt. Das Impressum des Mediums weist als Verantwortlichen eine Goldman Morgenstern & Partners Consulting LLC/ New York. Die nach § 5 TMG erforderliche Angabe einer vertretungsberechtigten natürlichen Person fehlt völlig. Es handelt sich hierbei nachweislich nur um eine Briefkastenfirma.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf Berichte in der Presse. Schauen Sie mal bei:

http://www.sueddeutsche.de/geld/mutmassliche-anlagebetrueger-sk-die-akte-midas-1.1620191-4

http://www.finanzwelt.de/online/recht/item/finanzwelt-verwahrt-sich-gegen-erpressungsversuche

www.geokraftwerke.de/Recht

Derfflinger: Kritik an freien Medien ist nichts Neues. Über den journalistischen Stil läßt sich streiten. GoMoPa wird aber sicher gelesen. Wie erklären Sie sich die besondere Aufmerksamkeit, man scheint sich ja derzeit auf Sie persönlich fest eingeschossen zu haben?

Wolfgang Hageleit: Hierzu müßte ich etwas weiter ausholen. Die FG.de Forever Green Gruppe befindet sich in Rechtsstreitigkeiten mit dem früheren Geschäftsführer Florian F.. Dieser wird von einem Berliner Rechtsanwalt vertreten, der inoffiziell und zuvor offiziell dem "Team GoMoPa" angehört. Meine Gedankengänge liegen auf der Hand.

Derfflinger: Wie geht es weiter?

Wolfgang Hageleit: Wir gehen unserem normalen Tagesgeschäft nach und lassen uns von derartigen Machenschaften nicht beeindrucken. Alle erforderlichen juristischen Maßnahmen wurden bereits auf den Weg gebracht, um diesen Leuten einen Riegel vorzuschieben und unsere Partner und Kunden zu schützen.

Derfflinger: Eine Frage zum Schluss: Wie sehen Sie die Zukunft der Geothermie in Deutschland?

Wolfgang Hageleit: Ich denke, die Bedeutung der Nutzung von Geothermie zur Energiegewinnung hat gerade durch die jüngsten politischen Entwicklungen in Europa und Russland stark zugenommen. Neben den ohnehin bestehenden Vorteilen gegenüber anderen Formen der Energieerzeugung wie – Grundlagentechnologie, Unerschöpflichkeit, ganzjährige Verfügbarkeit, parallele Nutzbarkeit von Strom und Wärme und absoluter Nachhaltigkeit  - liegt ein großer Vorteil hierbei in der Importunabhängigkeit und damit einer bestehenden Energiesicherheit auch in möglichen politischen Krisenzeiten.

Um so unverständlicher ist es da für mich, wenn vermeintliche Newsportale über die Relevanz von erneuerbarer Energie berichten und die Geothermie mit keinem Satz erwähnen, so geschehen im Handelsblatt ( http://www.handelsblatt.com/technologie/das-technologie-update/frage-der-woche/erneuerbare-energien-was-hat-am-meisten-potenzial-solar-wind-oder-wasserkraft/10855216.html ).

Derfflinger: Herr Hageleit, wir danken für Ihre Ausführungen.

Letzte Änderung am Freitag, 21 November 2014 14:38
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