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Fragen an Wolfgang Hageleit

Geokraftwerke-Anleihe der Regensburger FG-Gruppe

Freitag, 19 September 2014 16:22 geschrieben von 
Prof. Dr. Johann Goldbrunner und Wolfgang Hageleit Prof. Dr. Johann Goldbrunner und Wolfgang Hageleit Quelle: FG.de

Regensburg - Die "Forever Green" ("FG.de") Firmengruppe des Kaufmanns Wolfgang Hageleit ist vor allem ein "Versprechen an Anleger auf eine ertragsstarke Zukunft mit Geothermie". Technische Basis für die Energiegewinnung aus Tiefengeothermie bildet das Team um den Grazer Universitätsprofessor Dr. Johann Goldbrunner. Prof. Dr. Goldbrunner ist Leiter des "Geoteam Graz", eines der rennomiertesten Consulting-Unternehmen im Bereich Geothermie. Das "Geoteam Graz" hat bereits zahlreiche Tiefenbohrungen im süddeutschen und oberösterreichischen Molassebecken erfolgreich geplant und betreut. 2009 wurde "Geoteam Graz" für den Staatspreis für Ingenieurconsulting nominiert. Das ist sicher eine erstklassige Partnerschaft. Doch auch Ungereimtheiten ergeben sich aus einer genauen Einschätzung der "Forever Green".

Einige Fragen mußten an "FG"-Kopf Wolfgang Hageleit gestellt werden:

Redaktion: Herr Hageleit, Sie halten im so genannten "Geothermie Portfolio" unter anderem über die Projektgesellschaft "Geoenergie Kirchweidach GmbH" ein Geothermieprojekt im oberbayerischen Kirchweidach. Hier gibt es sogar bereits ein mit der dort produzierten Wärme beheiztes Tomaten-Gewächshaus. Wie ist der Entwicklungsstatus und können Sie bereits Angaben zur voraussichtlichen Wirtschaftlichkeit eines geplanten Kraftwerks machen?

Hageleit: Das Geothermieprojekt Kirchweidach weist den weitesten Entwicklungsstatus in unserer Pipeline auf. Die bereits praktizierte Nutzung der Fernwärme ist hierbei ein Erfolg, auf welchen wir sehr stolz sind, da es sich um ein in Deutschland einzigartiges Projekt dieser Art und Größe handelt. Es wurde ein riesiges Tomatengewächshaus errichtet, welches Bayern nun täglich mit frischen Tomaten versorgt. Es konnten hierdurch etwa 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Durch die Nutzung der Erdwärme gelingt es, jährlich ca. 4,2 Millionen Liter Heizöl, entsprechend dem Verbrauch von 2.000 Einfamilienhäusern einzusparen – und das sogar vollkommen CO2-frei! Es werden dadurch jährlich ca. 8,4 Mio. kg CO2 eigespart. Das ist absolut einzigartig und ein herausragendes Vorzeigeprojekt in Puncto Nachhaltigkeit und ökologischer Wärmenutzung in ganz Europa. Aber dieses Ergebnis ist doch nur ein Teil des Gesamtvorhabens Kirchweidach. Es ist nach wie vor unser Hauptziel die in Kirchweidach gewonnene Energie zur Erzeugung von Strom durch ein Kraftwerk nutzbar zu machen.

Redaktion: Sie sammeln fleißig Anlegergelder. Kommen Sie im betriebswirtschaftlichen Zeitplan gut voran?

Hageleit: Die engeneering- und Kraftwerksplanung befindet sich aktuell in den letzten Zügen der Vertragsverhandlung. Für das Geothermieprojekt Kirchweidach galt es viel Pionier- und Entwicklungsarbeit zu leisten. Besondere Herausforderung war unter anderem die Bohrung. In Kirchweidach wurden zwei Bohrungen niedergebracht. Die erste Bohrung verfügt über eine Gesamtlänge von 4.937 m. Die zweite Bohrung führte in eine Gesamttiefe von 5.133 m. Diese Bohrung ist die längste und am stärksten abgelenkte Bohrung der bayerischen Molasse. Das macht dieses Projekt so einzigartig!

Der Zirkulationstest wurde 2013 abgeschlossen mit dem Ergebnis, dass von einer dauerhaften Produktionsrate von 125 l/s - 135 l/s und einer Temperatur von 124°C auszugehen ist. Dies entspricht einer elektrischen Bruttoleistung von ca. sechs Megawatt und macht Kirchweidach nicht nur zu einem äußerst wirtschaftlichen, sondern vielmehr zu einem der derzeit leistungsstärksten Geothermiekraftwerke in Deutschland!

Redaktion: Über Ihr Finanzprodukt "Geokraftwerke Portfolio Nr. 1 Namensschuldverschreibungen" gewähren Sie dem Anleger eine Basisverzinsung von 7,25% p.a. zzgl. einer etwaigen Überschussbeteiligung. Das sind vergleichsweise sehr hohe Zinsen. Wie sicher ist diese Anlage?

Hageleit: Der Anleger hat die Möglichkeit Namensschuldverschreibungen des Emittenten "Geokraftwerke.de GmbH" zu erwerben und damit mittelbar an der Ertragsmöglichkeit unserer Geothermieprojekte zu partizipieren. Es handelt sich bei der Anlage um eine unternehmerische Beteiligung mit allen Chancen und Risiken. Das Angebot richtet sich daher an Anleger, die als Investoren an den überaus attraktiven Renditechancen im Rahmen unserer Geothermie-Kraftwerksprojekte partizipieren möchten und denen zugleich der unternehmerische Charakter der Beteiligung bewusst ist. Der Anleger sollte in jedem Fall vor seiner Entscheidung den gesamten Verkaufsprospekt vollumfänglich zur Kenntnis genommen haben.

Redaktion: Bei Ihren Geothermieprojekten handelt es sich um langfristige Investitionen, bei welchen einige Jahre vergehen können, bis das Kraftwerk einmal am Stromnetz angeschlossen ist und Erträge erwirtschaftet werden. Wie realisieren Sie da in den ersten Jahren die jährlichen Zinszahlungen?

Hageleit: Die Zahlung der Zinsen erfolgt nach § 6 der Anlagebedingungen. Die Zahlung der Zinsen steht grundsätzlich unter dem Vorbehalt ausreichender Jahresüberschüsse. Durch die langfristige Investitionsplanung sind Jahresüberschüsse in den ersten Jahren naturgemäß ausgeschlossen. Der Emittent kann daher nach § 6 Nr. 2 a.E. darauf verzichten, die Zinsansprüche entsprechend den Regelungen zu mindern. Hierauf besteht kein Anspruch des Namensschuldverschreibungsinhabers. Die Geschäftsführung hat sich jedoch bewusst zu dieser Zahlung entsprechend der Vorgaben der Anlagebedingungen zugunsten des Anlegers entschieden.

Redaktion: Herr Hageleit, wir danken für Ihre Antworten.

Letzte Änderung am Donnerstag, 09 Oktober 2014 13:41
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