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Wie besänftigt Klaus Aulenbacher seine Albanien-Connection?

Haftungsfragen beim Europäischen Branchenkompetenzzentrum für die Gesundheitswirtschaft (EWIV)

Samstag, 28 Februar 2015 17:57 geschrieben von 

Berlin - Dass sich die Haftungsfrage im Falle einer Insolvenz des Europäischen Branchenkompetenzzentrum für die Gesundheitswirtschaft (EWIV) alsbald stellen könnte, und sicher EUBKZGW-Kopf Klaus Aulenbacher damit wirtschaftlich allein überfordert sein dürfte, geraten Vertriebe und Einzelvermittler in den Fokus von Verbraucherschutzanwälten. Dabei wird immer wieder die WDS Concepte GmbH der Herren Karl-Heinz Wuttke und Jürgen Diamant genannt.

Hans-Jürgen Zahorka vom Europäischen EWIV-Informationszentrum erklärt dazu:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren,

zwischenzeitlich bin ich hinsichtlich der unten erwähnten EWIV mit etwas sperriger Abkürzung nochmals gefragt worden wie folgt:

 

Wie wäre es bei einer hypothetischen Insolvenz der betreffenden EWIV?

Generell geht eine (der Insolvenz vorausgehende) Zwangsvollstreckung gegen eine EWIV wie folgt: Zuerst ist die EWIV aus ihrer sog. Subsidiärhaftung heranzunehmen, d.h. sie haftet zunächst vor den Mitgliedern. Hat sie nichts bzw. ist nichts vorzufinden, haften die Mitglieder der EWIV gesamtschuldnerisch und unbeschränkt. Die beiden britischen Limited Companies dürften, wenn sie Mitglieder sind, möglicherweise nur mit einem britischen Pfund (das Mindeststammkapital in UK) haften. Insoweit dürfte eine Zwangsvollstreckung dorthin keinen Sinn machen. Sodann wäre eine Zwangsvollstreckung gegen die deutschen Mitglieder erwägenswert, sollte dort etwas zu holen sein.

Es gibt kein Beispiel einer in Insolvenz gehenden EWIV in der gesamten EU, da dies den Gläubigern egal war - sie wollten ihre Forderungen realisieren. Aber in hypothetisch vergleichbaren Fällen würde wohl die EWIV von Amts wegen, d.h. durch das Registergericht aufgelöst. Ich bin sicher, dass die betreffende EWIV so hervorragend juristisch beraten ist, dass davon auszugehen ist, dass eine Insolvenz vermieden wird und sie sich z. B. vorher selbst auflöst. Etwas anderes wäre eine Verfolgung durch BAFIN (denkbar z. B. wegen der Kapitalplatzierung durch die EWIV, die heute - 28.2.2015 - noch auf der Website angeboten  wird!) bzw. die Strafverfolgungsbehörden. Hierfür gelten jedoch nicht EU-Normen, sondern einzelstaatliche, also deutsche Gesetze.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Hans-Jürgen Zahorka"

 

Spannend dürfte auch die Frage werden, wie Klaus Aulenbacher und ggf. auch nachhaftende Vertriebsköpfe mit der Albanien-Connection umgehen. Immerhin hatte sich Klaus Aulenbacher in der Endphase 2014 um den Schulterschluß mit den Albanern bemüht. Diese wollten mit ihm aber sicher gewinnen und nicht verlieren.

Letzte Änderung am Donnerstag, 26 März 2015 04:30
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