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Hermann Gröhe sieht sich Druck ausgesetzt

Krankenkassen warnen vor generellen Zusatzbeiträgen

Montag, 01 September 2014 22:07 geschrieben von 
Hermann Gröhe Bundesminister für Gesundheit Hermann Gröhe Bundesminister für Gesundheit Quelle: bundesregierung.de - Foto/Freisteller: Laurence Chaperon

Köln - Da im kommenden Jahr Kassenärzte mehr Geld bekommen und aufgrund der Mehreinnahmen die Beitragssätze von 15,5 auf 14,6 Prozent gesenkt werden, kündigen die Krankenkassen bereits jetzt die Erhebung von Zusatzbeiträgen für alle 50 Millionen gesetzlich Versicherte an. Wie der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, erklärte, könnten die Kosten wohl nur so gedeckt werden. Er rechnet damit, dass ab Januar 2015 alle gesetzliche Krankenkassen derartig verfahren werden. Auch Doris Pfeiffer, die Vorsitzende des Spitzenverbands der Krankenkassen, hält es für ausgeschlossen, dass eine Versicherung auf den Aufschlag verzichte. Die Rücklagen der Krankenkassen würden bereits in diesem Jahr auf 26,7 Milliarden Euro schrumpfen. Bei fast zwei Drittel der gesetzlichen Krankenkassen lägen  die Rücklagen und Betriebsmittel schon heute unter den Ausgaben eines Monats.

Im Oktober 2014 würde durch den Schätzerkreis des Bundesversicherungsamtes ermittelt, welche Kasse wie mit ihren Mitteln Haus hält. "Alle Kassen, die über dem Durchschnitt liegen, müssen ihre Mitglieder anschreiben und erklären, dass sie teurer sind“, sagt Baas. Dann würde ein Zusatzbeitragssatz von der jeweiligen Krankenkasse festgelegt. Der TK-Chef schätzt diesen auf ca. 0,9 Prozent, was rund 2,50 Euro im Monat ausmachen würde und die von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erreichte Beitragssenkung großteils wieder ausgleichen wird.

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