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Konjunktur bedroht durch falsche Russland-Politik?

Rückgang der deutschen Exporte nach Russland

Mittwoch, 29 Oktober 2014 19:58 geschrieben von  Johann W. Petersen
Containerhafen Containerhafen

Magdeburg - Die deutschen Exporte in die Russische Föderation sind binnen einem Jahr um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, wurden im August 2014 26,3 Prozent weniger Waren nach Russland exportiert als noch vor einem Jahr. Der Wert der Ausfuhren betrug nur noch 2,3 Milliarden Euro und erreichte damit einen neuen Tiefstand. Damit rutschte Russland vom elften auf den dreizehnten Platz der wichtigsten Empfängerländer deutscher Waren ab.

Von Januar bis August 2014 sanken die deutschen Exporte nach Russland (20,3 Milliarden Euro) laut den Zahlen der Wiesbadener Statistiker um 16,6 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Schon 2013, also noch vor den westlichen Wirtschaftssanktionen und den russischen Einfuhrbeschränkungen, entwickelte sich die Exportquote mit einem Minus von 5,2 Prozent überdurchschnittlich schwach, nachdem es seit 2010 stets hohe Zuwachsraten gegeben hatte. Am deutlichsten stiegen die deutschen Exporte nach Russland im Jahr 2011 mit 30,8 Prozent an.

Wichtigste deutsche Exportgüter sind nach wie vor Maschinen mit einem Anteil von 22,6 Prozent an den Gesamtausfuhren nach Russland, gefolgt von Kraftwagen sowie Autoteilen mit 19,0 Prozent und chemischen Erzeugnissen mit 10,0 Prozent. Den stärksten Rückgang der Exporte gab es im August 2014 bei den Kraftfahrzeugen und -teilen mit 27,3 Prozent, die Maschinenexporte sanken um 17,2 Prozent, die Ausfuhren von Chemieerzeugnissen gingen um 5,9 Prozent zurück.

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