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In Folge der EEG-Reform

Rückschlag für Solarbranche

Freitag, 28 November 2014 00:37 geschrieben von  Susanne Hagel

Magdeburg - Wie der Solar-Branchenverband BSW bekannt gab, werden die Ziele beim Ausbau der Solarenergie in diesem Jahr nicht erreicht werden. Das gehe aus den noch unveröffentlichten Zahlen der Bundesnetzagentur hervor.

Demnach werde man deutlich hinter der Vorgabe des Zubauplanes von 2,5 Gigawatt bei Photovoltaik-Anlagen bleiben. Lediglich Module in einer Größenordnung von maximal 2,0 Gigawatt, also vierzig Prozent weniger als im vergangenen Jahr, seien verbaut worden. "Ausgerechnet jetzt, wo Photovoltaik preisgünstig geworden ist, wird sie ausgebremst", kritisiert Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. "Für 2014 werden die politischen Ausbauziele für die Solarenergie klar verfehlt." Verantwortlich dafür seien die Änderungen des EEG, die durch Förderungen bisher einen Anreiz zur Anschaffung geschaffen hatten. Ein harter Rückschlag für die ohnehin angeschlagene Solarbranche in Deutschland, meint Körnig.

In Folge der EEG-Reform war die Solarförderung stark reduziert worden. Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen kritisiert die Kürzungen. "Nun erhält die Bundesregierung die Quittung für ihre schlechte Novelle", so Verlinden. Durch den Zubau der Windanlagen an Land könne man zwar die Solardefizite in diesem Jahr noch ausgleichen, doch Verlinden sieht bereits einen weiteren Einbruch des Ausbaus der Erneuerbarer Energien: "Das verfehlte Ausbauziel bei der Fotovoltaik ist erst der Anfang. Mit der Umstellung auf Ausschreibungen bereitet die Bundesregierung den nächsten Rückschlag für die Energiewende vor. Damit würde der Ökostrom-Ausbau insgesamt zusammenbrechen."

Im Sommer wurde die Reform des EEG-Gesetzes verabschiedet. Unter anderem wurde dabei der Ausbau und die Förderung für Erneuerbare Energien reduziert.

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