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Bund, Länder und Kommunen mit 2 Billionen Euro in der Kreide

Schuldenstand der öffentlichen Haushalte erneut gestiegen

Dienstag, 17 März 2015 20:16 geschrieben von  Enno-Martin Cramer
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Berlin - Ende 2014 waren Bund, Länder und Kommunen nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit 2.048,1 Milliarden Euro, also rund Billionen Euro, verschuldet. Damit stieg der Schuldenstand der öffentlichen Haushalte gegenüber dem Ende des dritten Quartals 2014 um 0,2 % bzw. 3,9 Milliarden Euro an.

Während die Schulden der Länder, wohl auch wegen der mancherorts eingeführten Schuldenbremse, um 0,1 % oder 597 Millionen Euro auf nun 621,9 Milliarden Euro leicht zurückgingen, erhöhten sich jene des Bundes mit Stand vom 31.12.2014 im Vergleich zum Vorquartal um 0,3% bzw. 4,1 Milliarden Euro auf rund 1,2 Billionen Euro. Die Erhöhung ist auf neue Schulden in Extrahaushalten zurückzuführen, denn der Kernhaushalt des Bundes konnte seine Schulden leicht abbauen.

Auch die Städte und Gemeinden standen Ende 2014 noch stärker als drei Monate zuvor in der Kreide. Die Schulden der kommunalen Haushalte nahmen um 0,3 % bzw. 460 Millionen Euro auf 139,6 Milliarden Euro zu. Den prozentual höchsten Zuwachs der Schulden verzeichnete das Statistische Bundesamt bei den bayerischen Kommunen (+ 2,7 %), den höchste prozentuale Rückgang bei den Städten und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern (- 7,0 %).

Letzte Änderung am Dienstag, 17 März 2015 20:37
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