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Investitionen in Gewerbeimmobilien

Thomas Olek (publity AG) verwaltet Portfolio von mehr als 5 Mrd Euro

Freitag, 28 Juni 2019 05:06 geschrieben von 
Thomas Olek ist der Kopf der publity AG Thomas Olek ist der Kopf der publity AG Quelle: Thomas Olek

Frankfurt am Main – Der Kaufmann Thomas Olek hat seine Wurzeln im Ruhrgebiet. Von dort zog er aus, um in Sachsen Karriere bei der Sachsen LB zu machen und später in Leipzig seine publity AG zu formen. Fehlendes Selbstvertrauen kann man dem publity-Vorstandsvorsitzenden Thomas Olek wirklich nicht vorwerfen. „Der Anspruch von publity ist es, für Investoren innovative und effiziente Immobilienanlagelösungen zu schaffen, die mit den individuellen Anlagezielen der Investoren harmonisch übereinstimmen. Ein tiefes Verständnis der Anlageklasse Immobilie, ein etabliertes Netzwerk in der Bankenbranche und die jahrzehntelange Erfahrung des Managements von publity sind die Grundlage dafür, diese optimalen Finanzprodukte zu entwickeln und zu realisieren.“ So sieht es Thomas Olek.

Um individuellen Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, lege man großen Wert auf die Transparenz des Investitionsprozesses und größtmögliche Objektivität bei der Immobilienbewertung.

Was macht die publity AG im Immobiliensektor genau? Sie erwirbt vor allem in westdeutschen Ballungsräumen renditeträchtige Gewerbeobjekte und verfolgt dabei den „Manage to core“-Ansatz. Anders als viele Konkurrenten vermeidet sie kostspielige Bieterwettbewerbe um Gewerbeimmobilien und setzt stattdessen auf Objekte aus der „Bankenverwertung“. Dabei richtet der ehemals in Leipzig ansässige Finanzinvestor seinen Blick weniger auf die Angebote aus klassischen Zwangsversteigerungen, sondern vielmehr auf Immobilien, die aufgrund eines gescheiterten Eigentümerkonzepts oder falscher Management-Entscheidungen mit Leerstand oder anderen Problemen zu kämpfen haben. Die für diese Misserfolge Verantwortlichen wollen wegen befürchteter Imageschäden oft einen öffentlichkeitswirksamen Bieterwettbewerb vermeiden und bemühen sich deshalb um eine geräuschlose Abwicklung. Nach dem Ankauf der Immobilien – meist unter Marktwert – optimieren Spezialisten die Gewerbeobjekte und verkaufen sie als hochwertige Immobilien in Toplagen weiter. Diese Strategie nennt sich „Manage to core“ und hat bei publity-Objekten in der Vergangenheit zu deutlichen Wertsteigerungen geführt.

Aufgrund ihrer Immobilieninvestitionen in den Metropolregionen Frankfurt, München, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart verwaltet die publity AG derzeit ein Portfolio von über fünf Milliarden Euro. Auf dem Transaktionsmarkt hat sie sich durch ihre hohe Transaktionsgeschwindigkeit einen Namen gemacht und steht mit einem Track Record von über 1.145 Transaktionen in den letzten sieben Jahren ganz oben im Immobilien-Investoren-Ranking.

Der Erfolg des seit vielen Jahren marktetablierten Finanzinvestors ist untrennbar mit dem Namen Thomas Olek verbunden. Nach einer Phase der Selbständigkeit arbeitete der gebürtige Essener von 1998 bis 2002 als Berater bei der Sächsischen Landesbank. Im April 2003 avancierte er zum Mehrheitsaktionär der publity AG und wurde im Oktober desselben Jahres zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Unter seiner Führung ist die Aktiengesellschaft seit 2004 im deutschen Immobilienmarkt tätig.

2017 war für sie allerdings ein ungewohnt schwieriges Jahr. Thomas Olek erklärte das in einem Interview so: „Da sich Deals verschoben, mussten wir 2017 einen Einbruch hinnehmen. Das führte zu sportlichen Spekulationen an der Börse. Mit Gläubigern einer Wandelanleihe gab es formale Probleme. Spätestens nach unserer Kapitalerhöhung über rund 40,5 Millionen Euro ist jetzt Ruhe eingekehrt, weil der Markt und die Anleihegläubiger wissen, dass wir finanziell bestens ausgestattet sind.“ Als vertrauensbildende Maßnahme hat der Vorstandschef sein gegenüber den Aktionären gegebenes Versprechen eingehalten und setzt mit seinem privaten Vermögen voll auf die Zukunft der publity AG.

So meldeten im Februar dieses Jahres verschiedene Branchendienste, dass der Investment-Profi durch die TO-Holding GmbH und die TO-Holding 2 GmbH, deren jeweiliger Alleingesellschafter er ist, inzwischen mehr als 66 Prozent der Anteile an der publity AG hält. Damit erhöhte der Vorstandsvorsitzende seine Beteiligungen innerhalb weniger Monate signifikant. Allein seit Ende September 2018 hat Olek publity-Aktien im Wert von insgesamt rund 67 Millionen Euro erworben und das so begründet: „Ich möchte durch die Aufstockung der Anteile an publity ein Zeichen setzen, dass ich von der publity AG und den hervorragenden Perspektiven der Gesellschaft überzeugt bin. Publity kann eine sehr gute Positionierung im deutschen Immobilienmarkt vorweisen, verfügt über langjährige Erfahrung, starke und renommierte Partner sowie über ein breites Netzwerk.“ Zwei Monate später wurde bekannt, dass Olek seinen Anteil an der Aktiengesellschaft mittelbar auf nunmehr 70 Prozent erhöht hat und nun Unternehmensaktien im Wert von über 190 Millionen Euro hält. „Publity verfügt über eine hervorragende Marktposition und balanciert das Geschäftsmodell durch den Ausbau des eigenen Immobilienbestandes weiter aus. Dadurch profitiert die Gesellschaft vollumfänglich von Wertsteigerungen“, sagte der Immobilien-Experte.

Seit Kurzem werden über die Tochtergesellschaft publity Investor GmbH auch „Immobilien auf das eigene Buch“ akquiriert. Diese werden unter Marktwert erworben, ihre Werte durch professionelles Asset Management gehoben und dann wieder verkauft. „So erwirtschaften wir in kürzester Zeit einen großen Mehrwert für das Unternehmen und ihre Anleger“, versichert das Unternehmen. Bis Ende 2019 sind über die publity Investor GmbH Investitionen im dreistelligen Millionenbereich geplant. Dabei ist der Blick auf moderne Büroimmobilien in sehr guten Lagen deutscher Ballungszentren gerichtet. Der Finanzdienstleister mit neuem Hauptsitz in Frankfurt am Main will durch die Bestandshaltung seine Wertschöpfungskette erweitern und zusätzlich zu den Einnahmen im Asset Management und den Erträgen aus der NPL-Verwertung dauerhafte Erträge durch Mieteinnahmen generieren. „Wir diversifizieren unser Geschäftsmodell durch die Bestandshaltung und schaffen dadurch zusätzlichen regelmäßigen Cashflow“, betonte Thomas Olek. Für den eigenen Bestand sei ein zeitnaher Erwerb von zunächst zwei Gewerbeimmobilien geplant, teilte er im Januar 2019 mit. Die Millionen-Investitionen umfassten „allerdings nicht nur Immobilien, sondern auch notleidende Immobilienkredite, kurz NPLs, die wir über unsere Tochtergesellschaft für das eigene Portfolio erwerben wollen und dann daraus weitere Einnahmen aus der Verwertung erzielen“. Wer hätte vor Jahren gedacht, dass sich die publity AG einmal so gut entwickelt?

Letzte Änderung am Freitag, 28 Juni 2019 05:10
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