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Von wegen "fair gehandelt"

Verbraucherzentrale deckt Etikettenschwindel auf

Dienstag, 07 Oktober 2014 17:26 geschrieben von  Susanne Hagel
Verbraucherzentrale deckt Etikettenschwindel auf Bild: © Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

Hamburg - Bei einem Test der Verbraucherzentrale Hamburg fielen die Hälfte aller 32 Produkte, die mit dem Slogan "fair gehandelt" werben, durch. Es sei völlig "intransparent" und nicht nachvollziehbar, wie hoch der Anteil von gerecht produzierten Lebensmitteln in den Produkten sei. Neben einer verwirrenden Anzahl diverser Siegel, wiesen die Verbraucherschützer auch regelrechte Fälle von "Etikettenschwindel" nach. So wurden etwa durch Herausrechnen einiger Bestandteile einfach die Prozentangaben der fairen Anteile höher angegeben als erlaubt. Die Tester sprechen in diesem Zusammenhang von "Verbrauchertäuschung".

Der Absatz von Produkten mit dem Siegel "fair trade" steigt in Deutschland immer mehr an. Allein im Jahr 2013 wurden 654 Millionen Euro Umsatz mit fair gehandelten Produkten gemacht. Unter "fair trade"-Produkten versteht man den kontrollierten Handel, bei dem die Erzeuger in Entwicklungsländern ein von Fair-Trade-Organisationen festgelegter Mindestpreis für ihre Produkte bezahlt wird. Damit soll den Produzenten auch bei niedrigeren Marktpreisen ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. Die Händler Werden im Gegenzug dazu angehalten festgelegte Umwelt- und Sozialstandards einzuhalten.

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