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Intrigen, Erdwärme und Tomaten

Wolfgang Hageleit (FG) schüttelt Angriffe auf seine Geokraftwerke erst mal ab

Mittwoch, 05 November 2014 17:19 geschrieben von 
Beheizt durch Erdwärme - Blick ins Tomatengewächshaus Beheizt durch Erdwärme - Blick ins Tomatengewächshaus Quelle: Geokraftwerke, FG.de

Regensburg - Tiefengeothermie ist eine jener hoch gelobten und doch umstrittenen alternativen Energieträger, die bislang noch ihre Marktreife beweisen muß. Theoretisch ist das Geschäftsmodell einfach. Man bohrt mehrere Löscher in tiefe Erdschichten und läßt von dort unter hohem Druck heißes Wasser emporschießen. Damit kann man dann Kraftwerke zur Stromerzeugung andocken. Doch solche Bohrungen kosten viel Geld. Ein leistungsfähiges und rentierliches Kraftwerk ist zudem eine gewaltige Investition. Viele Unsicherheiten prägen das Geschäftsmodell.

Und doch hat sich die Regensburger FG (Forever Green)-Unternehmensgruppe auf den Weg gemacht, große Geschäfte gespeist aus der Tiefenwärme anzuschieben. Ein greifbares Ergebnis ist beispielsweise die Beheizung von Gewächshäusern zum Tomatenanbau. Mit "grüner Energie" gewärmt, reifen die prallen Paradeiser für Verbraucher im ostbayerischen Raum heran. Sie sind "schmackhaft", wie man in einer Selbstverkostung befand.

Äußerst "geschmacklos" entwickelt sich aber das Schmierentheater zwischen den beiden früheren Geschäftspartnern Florian Fritsch und Wolfgang Hageleit. Nachdem öffentlich wurde, dass sich Florian Fritsch in seiner Geschäftsführungszeit ganz ordentlich an den Möglichkeiten der FG-Gruppe (damals sollte FG wohl noch für "Fröschl Gruppe" oder "Fritsch Group" stehen) bedient hatte, warf Wolfgang Hageleit im Groll seinen Partner im Unternehmen raus. Seitdem drohen sich beide Seiten mit Ungemach. Da reicht die Palette der ausgetragenen Zwistigkeiten rasch über die üblichen Rechtsmittel hinaus. Wolfgang Hageleit sah sich unlängst einer offenbar inszenierten Kampagne ausgesetzt. Die verpuffte zwar einstweilen. Aber Hageleit ist gewarnt, dass sein Expartner Florian Fritsch "unter der Patronage eines umtriebigen Berliner Netzwerks steht".

Und doch zeigt sich der Geothermie-Geschäftsmann Wolfgang Hageleit längst wieder gelassen. Die Tomaten in den Gewächshäusern gedeihen und spülen Geld ein. Eine durch die FG-Geokraftwerke initiierte Anleihe leistet das zusätzlich. Großes hat Wolfgang Hageleit vor. Er möchte in Partnerschaft mit sachkundigen Energieingenieuren ein erstes leistungsfähiges Großkraftwerk gespeist aus "seiner" heißen und heißgeliebten Geothermie speisen. Über die "Machenschaften" des Florian Fritsch sollen Gerichte entscheiden.

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