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Wachstumsmarkt Geothermie

Wolfgang Hageleit und Johannes Falk suchen für FG.de Forever Green den Dialog mit Bürgern und Politik

Freitag, 10 April 2015 20:10 geschrieben von  Enno-Martin Cramer
Planungen bei FG.de laufen auf Hochtouren Planungen bei FG.de laufen auf Hochtouren Quelle: DERFFLINGER

Regensburg - Die in Regensburg ansässige FG.de Forever Green Holding mit ihren Unternehmen GEOKRAFTWERKE.de GmbH, FG Geothermie GmbH, FROGRESS GmbH und FG Energy Solutions GmbH zählt zu den aktivsten Spezialisten im Bereich der Erneuerbaren Energien in Bayern. Die Unternehmensgruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung von Projekten zur ökologisch nachhaltigen Energiegewinnung sowie der Schaffung von entsprechenden Finanzierungsmodellen wie dem Kraftwerke Portfolio Nr. 1, der Anlegern neben einer festen Verzinsung von 7,25% jährlich auch kalkulierbare Gewinne aufgrund gesetzlich garantierter Einspeisevergütungen verspricht.

Den Schwerpunkt legt der von dem schwäbischen Kaufmann Wolfgang Hageleit geführte Konzern auf den Wachstumsmarkt Geothermie, der im Gegensatz zur Fotovoltaik, Wasser- und Windkraft noch keine große politische Lobby besitzt. Für den Ulmer Unternehmenschef ist genau das überhaupt nicht nachvollziehbar. „Geothermiekraftwerke erreichen im Schnitt 8300 Volllaststunden pro Jahr. Ein 2003 vom Bundestag in Auftrag gegebenes Gutachten über die Möglichkeiten geothermischer Stromerzeugung in Deutschland stellt ein technisches Potenzial des 600-fachen des deutschen Strombedarfs und des 1500-fachen des deutschen Wärmebedarfs fest. Das beweist, dass die Geothermie in ihrer Verfügbarkeit alle anderen regenerativen Energiequellen zur Stromerzeugung übertrifft“, erklärte er dazu gegenüber der „Mittelbayerischen Zeitung“. Geothermiekraftwerke könnten – im Gegensatz zu Wind- und Wasserkraft – wegen ihrer Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit die Grundlastsicherung der Stromnetze herstellen. „Es kann nicht sein, dass wir neue Kohlekraftwerke bauen, die einerseits wertvolle Ressourcen für immer verbrennen, und andererseits gegen die klimapolitischen Ziele Deutschlands laufen. Man kann diese Leistung auch sauber und nachhaltig mit Geothermie zur Verfügung stellen“, so Hageleit.

Für ihre energiepolitischen Visionen wirbt die Unternehmensgruppe nicht nur auf Bürgerversammlungen wie im oberbayerischen Babensham, wo eine Geothermieanlage von FG gebaut werden soll, sondern auch direkt bei den politischen Entscheidungsträgern im Freistaat. So waren die FG.de Forever Green Gruppe und die GEOKRAFTWERKE.de GmbH mit einem Stand auf dem letzten Parteitag der CSU vertreten, der im Dezember 2014 in Nürnberg stattfand. Die Delegierten und anwesenden Politiker, darunter verschiedene Minister des Kabinetts von Ministerpräsident Horst Seehofer, bekamen dadurch die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Gewinnung, Nutzung und die Chancen des Wachstumsmarktes Geothermie zu informieren, gerade im Hinblick auf die Energiewende, zu der sich die Staatsregierung uneingeschränkt bekennt.

„Für uns ist Geothermie die sinnvollste Art der Strom- und Wärmeversorgung. Im Unterschied zu Wind- und Sonnenenergie hängen Geothermieanlagen nicht vom Klima ab. Diese Grundlastfähigkeit macht die dezentrale Energiegewinnung durch Geothermieanlagen zum glaubhaften Motor der Energiewende“, bekräftigte Konzernchef Hageleit in diesem Zusammenhang und warb dafür, dass die Geothermie mehr politische Anerkennung und Unterstützung erfährt.

Auch in Babensham leistet Forever Green Überzeugungsarbeit. Nach Ansicht von Johannes Falk, Geschäftsführer der Geo Kraftwerk FG Gars I GmbH, eignet sich die 3.000-Seelen-Gemeinde nordöstlich von Wasserburg am Inn sehr gut als Standort für eine Anlage zur Förderung und Nutzung von Thermalwasser. Die dafür vorgesehene Fläche von etwa einem Hektar befindet sich mitten in einem Waldgrundstück, das den Bayerischen Forstverwaltungen gehört. Diese sollen bereits signalisiert haben, grünes Licht für das Projekt geben zu wollen.

Das „Oberbayerische Volksblatt“ berichtete aber auch über bestehende Sorgen in der Bevölkerung. Dazu hieß es in einem Beitrag: „Am meisten beschäftigte die Bürger die Frage nach der Gewährleistung der Qualität des Wassers. Für die Gemeindebürger und die politisch Verantwortlichen hat höchste Priorität, dass eine Gefährdung des Grundwassers ausgeschlossen ist. Entsprechende Untersuchungen der Berechnung der Fließwasserrichtungen müssten noch durchgeführt werden, so Bürgermeister Josef Huber.“

Forever Green versichert, dass solche Bedenken unbegründet sind, zeigt sich aber bei allen Untersuchungen höchst kooperativ. Das gilt auch für das Projekt in Gars am Inn, wo Falk schon seit geraumer Zeit ein Geothermie-Projekt mit Fernwärmeauskopplung im Bayerischen Molassebecken vorantreibt. Die Garser Bürger bekamen unlängst die Gelegenheit, eine bereits bestehende Anlage im nahegelegenen Waldkraiburg zu besuchen, um sich selbst ein Bild von dieser zukunftsträchtigen Art der Energiegewinnung zu machen. FG-Manager Johannes Falk und Herbert Lechner, Prokurist der Stadtwerke Waldkraiburg, erläuterten dabei fachkundig Funktionsweise, Aufbau und Erschließung eines solchen Geothermieprojekts. Gleichzeitig konnten offene Fragen der Bürger durch die Experten beantwortet und so Ängste und Vorbehalte abgebaut werden. „Für uns hat es höchste Priorität, alle Beteiligten von Anfang an in das Projekt einzubinden, um Bedenken gegen die Nutzung der Wärme aus dem Erdinneren frühzeitig zu zerstreuen. Wir wollen die Bürger mit im Boot haben“, betonte Falk bei der Besichtigung in Waldkraiburg.

Die FG.de Forever Green sucht aktiv den Dialog mit der Politik und den Bürgern vor Ort. Das ist genau der richtige Weg, um Akzeptanz zu schaffen und bei den Menschen Interesse an umweltfreundliche Technologien im Bereich der Erneuerbaren Energien zu wecken. Die Energiewende, die nicht nur die Bundesregierung, sondern auch die bayerischen Staatsregierung anstrebt, kann am Ende nur gelingen, wenn die Bürger mitgenommen werden. Von der Transparenz und Offenheit, die Hageleit, Falk & Co. dabei an den Tag legen, könnten sich andere Unternehmen ein gutes Stück abschneiden.

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